Kardieren

Volkmar Baurecker beim Kandieren

Alte Strukturen auflösen, um Neuse entstehen zu lassen – sehr schön zeigt sich das beim Kardieren. Andere Bezeichnungen dafür sind: krempeln, reißen, kämmen.

 

Ist das geschorene Wollvlies von Schmutz und Teilen des Fettes befreit, dann hat es noch die Struktur des Tierfelles: gebüschelt und separiert, je nach Körperteil des Tieres. Soll das Vlies weiterverarbeitet werden, etwa versponnen zu Garn, so sollte es zuvor kardiert werden. Beim Krempeln wird das Vlies durchmischt und gleichmäßig aufgelockert. Die Haare liegen einigermaßen parallel.

 

Für den Bedarf der Kunsthandwerker sind kleine Werkzeuge entwickelt worden:

  • Handkarden
  • Walzenkrempel, auch Tischkarden genannt.

 

Unverzichtbar sind diese preiswerten Werkzeuge dann, wenn du verschiedenfärbiges Vlies mischen möchtest, oder wenn du Vlies, das sich durch einen Färbevorgang verdichtet hat, wieder auflockern willst. Für größere Mengen an Vlies gibt es die industriellen Krempelmaschinen. Sie können in der Regel nur größere Mengen (10 kg und mehr) verarbeiten.